Schon am Anfang des 13. Jahrhunderts wurde die Kirche von Stolpe auf Usedom erwähnt. Damit gehört Stolpe zu den ältesten Orten auf der Ostseeinsel. Während der Gründerzeit wurde indessen die Stolper Kirche neogotisch neu errichtet.
Ebenfalls im 13. Jahrhundert wurde das Usedomer Schloss derer von Swerine
, einer slawischen Adelsfamilie,
erwähnt. Später wurde der Name dieses Adelsgeschlechtes in Schwerin
eingedeutscht. Im 17. Jahrhundert wurde das
Stolper Schloss umgebaut und erweitert. Während der DDR-Zeit wurde das historisch wichtige Usedomer Gebäude als
Kinderferienlager genutzt. Das umfangreiche Gebäude, das langsam aber stetig saniert und restauriert wird, kann in
diesem Ausbauzustand besichtigt werden. Vor Pudagla war Stolpe Sitz Sitz eines Prämonstratenserklosters auf der Insel
Usedom.
Heute sieht man an der Dorfstraße Bauernhäuser, von denen die meisten modernisiert sind. Viele Ferienwohnungen stehen zur Miete bereit. In den Vorgärten blühen Malven und Rosen - die Zeit scheint stehengeblieben zu sein.
Die sanfte Umgebung dieses Usedomer Dorfes, die von Ackerflächen und Wiesenland bestimmt wird, eignet sich für
Wanderungen oder Ausflüge mit dem Fahrrad.
Interessant sind der Usedomer See und die Stadt Usedom in westlicher Richtung sowie
Gummlin am Stettiner Haff in östlicher Richtung. Nördlich von Stolpe schließt sich der Usedomer
Stadtforst, eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete auf der Insel an. Die Mellenthiner Heide im Nordosten ist
ebenfalls ein schönes, ausgedehntes Waldstück, das zum Wandern einlädt. In der Mellenthiner Heide sollten
die ausgewiesenen Wege nicht verlassen werden, da das Usedomer Gebiet infolge früher dort betreibener Munitionsanstalten
(Munas
) munitionsbelastet ist.