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Die Bernsteinbäder: Koserow, Loddin, Ückeritz, Zempin

Das Festland "hinter" Usedom

Auch das südwestlich der Ostseeinsel Usedom liegende Festland besitzt eine sehr abwechslungsreiche Landschaft, die, vielerorts geprägt durch den Peenestrom und den Greifswalder Bodden, an Landstriche auf Usedom erinnert. Besonders interessant sind die in der Nähe befindlichen (Klein-) Städte Greifswald, Wolgast und Lassan sowie das Peenetal, häufig auf "Amazonas des Nordens" genannt. Alle diese Orte sind von Usedom aus gut zu erreichen; man fährt mit dem Auto kaum länger als eine Stunde (Lassan) oder kann z. B. von Karnin auf der Insel Usedom aus eine Schifffahrt auf der Peene unternehmen.

Greifswald

Hansestadt Greifswald: Die Kirche St. Nikolai dominiert das Bild der Altstadt.

Die Hanse- und Universitätsstadt ist von Usedom aus über Wolgast auf mehreren Wegen zu erreichen. Je nach Geschmack kann der Urlaubsgast die Bundesstraßen B111 und B109, die Landesstraße L26 über Katzow, Neu-Boltenhagen und Kemnitz oder aber die Landesstraße L262 über das Seebad Lubmin nach Greifswald wählen.

Schon auf der Fahrt nach Greifswald kann z. B. der Skulpturenpark in Katzow oder aber der Fischerhafen von Freest und das Ostseebad Lubmin besichtigt werden.

In Greifswald sind die historische Altstadt um den Markt, dort insbesondere die Kirche St. Marien, das Pommersche Landesmuseum, der Dom St. Nikolai sowie die Jacobikirche sehenswert. Unbedingt zu empfehlen ist ein kurzer Fußweg zum Stadthafen in der Ryck von Greifswald am Hansering. Bei gutem Wetter ist es lohnenswert, eine Tasse Kaffee in einem der vielen Straßenkaffees auf dem Marktplatz von Greifswald zu bestellen und dem bunten Treiben der vielen Touristen und Studenten zuzusehen.

Wer von Usedom den Weg nach Greifswald findet, sollte einen Besuch in der mittelalterlichen Klosteranlage Eldena nicht versäumen. Die Ruinen der Ziegelbauten bilden einen anregenden und romantischen "Irrgarten", der viele Besucher in seinen Bann zieht.

Wolgast

"Tor zur Insel Usedom": Die gedrungene, mittelalterliche Kirche St. Petri in der Hafenstadt Wolgast.

Wolgast wird auch das "Tor zur Insel Usedom" genannt. Wer die Insel Usedom aus nordwestlicher Richtung erreichen will, gelangt auf der Bundesstraße 111 durch die z. T. mittelalterliche Stadt Wolgast.

Durch die Lage am Peenestrom hat Wolgast schon sehr früh als Werftstandort und Handelsplatz Bedeutung erlangt. Der vom Seehandel begründete Wohlstand ist auch heute noch an vielen Stellen von Wolgast zu erkennen. Sehenswert ist in Wolgast vor allem die Altstadt um das Rathaus herum und die große St. Petri-Kirche. Die Schlossinsel im Peenestrom mit ihrer kleinen Speicherstadt ist ebenso interessant wie der Stadthafen von Wolgast.

Wolgast ist mit der Peenewerft der bedeutendste Arbeitgeber der Region und - nach Swinemünde - auch die größte Ortschaft. Von den aus Wolgast stammenden bekannten Persönlichkeiten dürfte Philipp Otto Runge die wichtigste sein.

Lassan

Kleinste Stadt Mecklenburg-Vorpommerns: Heimatmuseum in der ehemaligen Wassermühle von Lassan.

Die kleinste Stadt Mecklenburg-Vorpommerns ist Lassan. An der Lassaner Bucht des Peenestroms "gegenüber" der Insel Usedom gelegen, besitzt Lassan einen sehr schönen und beliebten Hafen. Die kleine Altstadt Lassans, die sich im Wesentlichen zwischen der Kirchenstraße/ Wendenstraße und der Langen Straße erstreckt, hinterlässt auf den Besucher einen etwas zwiespältigen, jedoch durchweg interessanten Eindruck.

Sehenswert ist die Lassaner Mühle, eine alte, stillgelegte Wassermühle, die heute ein Heimatmuseum ist.

Auch das von der Nähe zum Peenestrom geprägte Umland von Lassan ist einen Ausflug wert. Von einem hölzernen Aussichtsturm im Osten Lassans hat man einen schönen Blick über den Peenestrom mit seinem breiten Schilfgürtel - ein wunderbares Biotop für zahllose Tiere und Pflanzen.

Wer von der Insel Usedom aus eine Fahrt nach Lassan unternimmt, sollte einen Halt im kleinen Dorf Wehrland-Bauer machen und die schlichte Dorfkirche mit ihrem sehr schön gelegenen Kirchhof ansehen.

Die Peene

"Amazonas des Nordens": Die Peene zwischen Malchin und Karnin bzw. Zecherin.

Nicht zu unrecht wird die Peene der "Amazonas des Nordens" genannt. Der zwischen Malchin im Westen und dem Peenestrom (etwa zwischen Karnin und Zecherin auf Usedom) schiffbare Fluss besitzt eine in Deutschland einzigartige natürliche und unverbaute Uferlandschaft. Auf einer Schifffahrt kann man bei gemächlichem (vorgeschriebenem) Tempo die wunderbare Uferlandschaft genießen und Kleinstädte wie Demmin, Loitz oder Anklam von ihrer schönsten Seite sehen.

Eine Peene-Schifffahrt ist ein sehr empfehlenswerter Tagesausflug, der für Natur- und Fotofreunde ideal ist.

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