1usedom.de: Das ganz besondere UsedomDie Bernsteinbäder: Koserow, Loddin, Ückeritz, Zempin |
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Ostseebad Karlshagen![]() Mit der Entwicklung des Fremdenverkehrs auf Usedom gewann Karlshagen schnell Anschluss an den für die Region immer wichtiger werdenden Erwerbszweig. Bis in die Mitte der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts war 'Carlshagen' ein beliebter Usedomer Badeort mit einem wunderbaren Ostseestrand. Mit dem Beginn der Errichtung der Erprobungsstellen von Heer und Luftwaffe in Peenemünde im Nordwesten der Insel Usedom änderte sich auch das Bild Karlshagens. Mehr und mehr dominierten Uniformen das Ortsbild; Wernher von Braun und die Führung der Erprobungsstellen kehrten in die vornehmen Hotels und Restaurants von Karlshagen ein. Im Norden Karlshagens wuchs eine moderne Siedlung für die weit über 10.000 Wissenschaftler und Techniker, die in den Erprobungsstellen neue Waffen entwickelten. Im Nordwesten entstand das Versuchskommando Nord (VKN). Gewaltige Infrastrukturmaßnahmen, wie die Peenemünder Werkbahn, Klärwerke, Heiztrassen veränderten das Bild nicht nur des unmittelbar benachbarten Teiles der Insel Usedom. ![]() Unrecht Gut gedeihet nicht: Der Krieg verwüstete nicht nur die Anlagen auf der Usedomer Halbinsel Peenemünder Haken sondern auch Karlshagen, denn die Wissenschaftlersiedlung diente zunehmend als Testabschussgebiet für die V2-Raketen und zwischen Karlshagen und Peenemünde befand sich das "Werk Süd", in dem die Serienfertigung dieser Waffe stattfinden sollte. Nach dem Krieg wurde Karlshagen Garnison und somit de facto wieder militärisches Sperrgebiet. In Strandnähe wurden fünfstöckige Plattenbauten errichtet, um die Offiziere des Peenemünder Jagdfliegergeschwaders unterzubringen. Nach 1990 nahm das Usedomer Ostseebad Karlshagen - sicher auch wegen seines schönen Ostseestrandes - einen beachtlichen Aufschwung. Nahezu alle freigebliebenen Flächen wurden neu bebaut, hinter dem Ostseedeich erweiterte Karlshagen seine Fläche dramatisch. Heute gehört Karlshagen zu den großen Ostseebädern auf der Insel Usedom. Der Strand erstreckt sich in nördlicher Richtung noch etwa zwei Kilometer, bevor er zum Greifswalder Bodden hin in einen Schilfgürtel übergeht. Ein paar hundert Meter weiter beginnt seeseitig das Sperrgebiet des Peenemünder Hakens, eines für Usedom wichtigen Naturschutzgebietes. Landschaftlich sehr schön ist der Hafen am Usedomer Peenestrom gelegen. Hier kann man nicht nur frischen Fisch kaufen und an interessanten Schiffsausflügen teilnehmen, sondern auch bezaubernde Wanderungen auf dem Deich am Peenestrom unternehmen. Mit der Usedomer Bäderbahn ist Karlshagen über die von Zinnowitz nach Peenemünde verlaufende Nebenlinie gut zu erreichen. Die Landesstraße L264 zweigt östlich von Bannemin nach Trassenheide ab und erreicht dann Karlshagen.
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