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Vom Ostseebad Bansin im Norden bis zum Thurbruch im Süden erstreckt sich der Gothensee im Hinterland der Usedomer Kaiserbäder. Im Westen grenzt er an die Usedomer Schweiz
mit den beiden Krebsseen und im Osten an das Zerninmoor. Der Gothesee ist ein sehr flaches Gewässer, das man sich im übertragenen Sinn als Fortsetzung
des Thurbruchs vorstellen kann. Bereits mit der Melioration des Thurbruchs unter Preußischer Herrschaft begann man über die Trockenlegung des Gothensees nachzudenken.
Am nördlichen Teil des Gothensees zwischen Alt-Sallenthin im Westen und Gothen im Osten kann das Ufer des Sees an vielen Stellen erreicht werden.
Vor allem die schwer zugänglichen Teile des Ufers sind interessante und vielfältig besiedelte Biotope.
Die Gewinnung von Weideland stand im Widerspruch zur Fischerei, die vielen Familien, die am Gothensee siedelten, ihren Lebensunterhalt gewährte. Dennoch wurde ein System von Kanälen angelegt, das das Gebiet um den See entwässern sollte. Heute ist der Sackkanal deutlich sichtbares Zeugnis dieser Bemühungen. Zwei Dämme sollten den See zunächst segmentieren; danach beabsichtigte man, die einzelnen Segmente trocken zu legen.
Blick auf den Gothensee von Alt-Sallenthin: Ganz im Hintergrund ist das Stettiner Haff zu erkennen.
Alte Bootshäuser und Fischerschuppen, wie hier in Gothen, künden von einem mittlerweile nur noch wenig praktizierten Erwerb, der Fischerei.
Die ehrgeizigen Pläne der Landgewinnung wurden jedoch aufgegeben, ein Teil der Kanäle und die beiden Dämme verfielen. Geblieben ist ein wunderbares Naturpanorama und ein interessantes Biotop. Der Hinwendung zum Tourismus, die Usedom seit mindestens einem Jahrhundert prägt, ist der Gothensee dienlicher als einige Hektar mehr Weideland.