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Der Cämmerer See

Abgesehen von dem Kölpiensee (nicht zu verwechseln mit dem Kölpinsee) ist der Cämmerer See der nördlichste See Usedoms. Im Südosten von Peenemünde liegt der See am Deich zum Peenestrom. Das Land um den See herum ist flach und wird mittels Meliorationsgräben soweit trocken gehalten, dass es als Weideland genutzt werden kann. Das Schöpfwerk Piese, das in Zusammenhang mit der Heereswaffenanstalt Peenemünde-Ost angelegt wurde, pumpt das Wasser in den Peenestrom zurück. Vom Deich aus kann man den Peenestrom bis zu dessen Mündung gut überblicken; man sieht die Inseln Dänholm und Großer Wotig.

Blick von einer Drohne über den Cämmerer See (ganz unten, rechts ein Meliorationsgraben), den Deich und dahinter der nördliche Teil des Peenestroms.

Am westlichen Ufer ist vom Weg am Deich aus ein Steg in den Cämmerer See zu erreichen.

Wer das eher unspektakuläre, flache Land mit seiner Ruhe zu würdigen weiß, ist mit einer Wanderung von Peenemünde nach Karlshagen gut bedient. Südlich des Cämmerer Sees weitet sich der Schilfgürtel am Peenstrom und gibt seltenen Pflanzen ebenso Raum, wie Wasservögeln und zuweilen auch selten gewordenen Reptilien. Östlich der sich an den Deich anschließenden Peenewiesen beginnt der Wald, der den Abnahmeprüfständen der V-Waffen-Entwicklung von Peenemünde Deckung bot. In den Peenewiesen sind die Ruinen vormaliger Lagerbunker aus dieser Zeit zu sehen.

Sieht man von dem von Fahrradfahrern gern genutzten Deichweg ab, verirren sich nur wenige Menschen an die Ufer des Cämmerer Sees.

Für Wasservögel ist die Lage am Peenestrom ideal: Vom Cämmerer See und seinem Ufer aus ist der Weg in die Spandowerhagener Wiek und die Ostsee nicht weit.

Erwandert man den Norden und Osten des Cämmerer Sees, so streift man die beiden Prüfstände 11 und 12, deren Betreten jedoch verboten ist. Durch den Waldrand gelangt man zurück zu den Peenewiesen. Früher gabe es im Nordosten des Sees eine Bootsanlegestelle, die heute jedoch keine Funktion mehr besitzt.

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