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Wintererlebnis Insel Usedom

Nicht alle Jahre zeigt sich Usedom im verzauberten Gewand von Schnee und Eis. Doch wenn ein stabiles Hochdruckgebiet über der südlichen Ostsee kalte Luft heranführt, bietet die Ostseeküste wunderbare Eindrücke. Und nicht nur die Ostseeküste. Auch zum Achterwasser, Peenestrom und Stettiner Haff lohnen winterliche Ausflüge.

Blick vom Streckelsberg

Ergiebiger Eisregen hat Bäume und Sträucher mit gläsernen Panzern aus Eis überzogen. Für viele Bäume ist die Last zu groß und Äste und ganze Baumkronen brechen heraus.

Eis bis zum Horizont

Weit draußen, auf der Horizontlinie, ist ein Fährschiff zu erkennen. Dort mag die riesige Eisfläche enden — auch die Blickhöhe vom Streckelsberg vermag das Ende des Eises nicht mehr zu erreichen.

Pause

Zur Nachahmung ganz und gar nicht empfohlen: Ein einsamer Wanderer hat sich sehr weit auf das eher unzuverlässige Eis hinaus gewagt. Im Zweifel kann ihm niemand helfen …

Eisberg

Ungefähr fünf Meter mag diese Eisaufschiebung in der Höhe messen. Die Eisschollen haben sich an der Seebrücke von Koserow zusammengeschoben.

Ein Foto vermag die Dimension der Eisflächen ebenso unzureichend wiederzugeben, wie die beeindruckende Stille sich auf diesem Wege nicht vermitteln lässt. Doch ein Rundblick kann eine Ahnung der winterlichen Küste geben.

Soweit das Auge reicht — zugefrorene Ostsee bei Ückeritz.

Zwischen Ückeritz und Bansin

Ein Rundblick über die kilometerweit gefrorene Ostsee ist nur ein kleiner Ersatz für das wirkliche Erlebnis vor Ort, soll aber Appetit auf eine Reise nach Usedom machen.

Kölpinsee auf Usedom — bizarre Eisformationen auf der Ostsee.

Blick aufs Meer

Ganz links im Panorama der Streckelsberg bei Koserow. Temperaturen um die -3°C haben schon einige Eisflächen aufgetaut.

Ostseestrand von Kölpinsee — im Sommer schwitzen, im Winter Eisberge.
Es taut — hinter den Eisbergen ist offenes Wasser zu sehen.

Tauwetter

Hinter den durchaus beachtlichen Eisbergen sind große Flächen freien Wassers zu sehen.

Flachküste von Kölpinsee

Von Stubbenfelde bis zum Streckelsberg geht der Blick und zeigt die beeindruckenden Formen des Eises auf der Ostsee.

Ostsee und Achterwasser im (richtigen) Winter sind unbedingt ein Erlebnis und eine Reise wert. Ein wenig Vorsicht gegenüber Eisflächen und Witterungserscheinungen, wie Eisbruch in den Wäldern, ist dennoch unbedingt ratsam.

Wand oder Iglu?

Für Kinder ist es ein großer Spaß. Aus kleineren Eisschollen wird eine Art Iglu errichtet — zumindest, soweit man kommt. Unerlässlich ist eine elterliche Aufsicht.

Eisformationen

Der Ostseestrand von Kölpinsee zeigt sich völlig ungewohnt. Wo im Sommer die Badegäste in der Sonne schwitzen, türmen sich Wellen von Eis.

Vereiste Sträucher

Blick auf die Seebrücke des Ostseebades Koserow. Auch hier tragen Büsche und Bäume einen glitzernden Eispanzer.

Fischerboot an der Melle

Außer Betrieb und an Land gezogen wartet das Fischerboot auf das Frühjahr. Das Achterwasser ist mit einer ungefähr 30 Zentimeter dicken Eisschicht bedeckt.

Eis am Stiel

Nahe Loddin, in der Usedomer Inselmitte, ragt die Melle, ein Arm des Achterwassers, in das Land. Das Kolbenschilf ist mit einer glänzenden Glasur eingehüllt.

Eispanzer

Im Gegenlicht glitzern und glänzen unzählige Eishüllen auf jedem Zweig. So wird auch ein Weg durch den Wald zum Erlebnis.

Märchenland

Auf der Halbinsel Gnitz bei Lütow ist die Landschaft wie ein riesiger vegetativer Kronleuchter verzaubert.

Möwenort

An der Landspitze der Usedomer Halbinsel Gnitz treffen sich Achterwasser und Peenestrom.

Interessant sind Entstehungsgeschichte und Formen des Eises auf der Ostsee und auf den Haffgewässern. Frieren Süß- und Brackwasser eher einheitlich zu einer glatten, zumeist sehr tragfähigen Fläche, gefriert das Ostseewasser viel langsamer zunächst zu Pfannkucheneis. Daraus entstehen im träge schwappenden Wasser wellenartige Eisformationen, die oft heimtückische Fehlstellen haben.

Blick über das Achterwasser

Die Südspitze der Halbinsel Gnitz heißt Möwenort. Hier stauen sich die Eismassen, wenn Wind auf die Eisfläche einwirkt oder einfach nur, wenn das Eis sich ausdehnt.

Schlittschuhlaufen

Großer Spaß am Achterwasserhafen des Seebades Loddin. Der Anglerverband reicht Glühwein und die riesige Eisfläche lädt zu verschiedenen Sportarten ein.

Zinnowitz

Es geht ein kalter Ostwind. Dennoch gibt es in der unendlich erscheinenden Eisfläche auf der Ostsee auch Stellen offenen Wassers.

Eisornamente

Eine Wanderung durch den Küstenwald bei Ückeritz bietet immer wieder wunderbare Motive, die die eisigen Temperaturen bereithalten.

Seezeichen mit Gewand

Die Steinschüttungen in der Ostsee vor dem Streckelsberg sind mit mächtigen Eispanzern bedeckt; das Seezeichen trägt ein Gewand aus Eis. Dahinter scheint die Nachbarinsel Greifswalder Oie zum Greifen nah.

Stettiner Haff bei Kamminke

Das warme Ocker des Schilfes bietet einen sehenswerten Kontrast zum kalten Weiß der riesigen Eisfläche des Haffs.

Buhne im Eis

Soweit das Auge reicht, ist das Haff mit Eis bedeckt. Eine Buhne am Sandstrand von Kamminke ragt aus der — im Vergleich mit der Ostsee — homogenen Eisfläche.

Das Wintererlebnis Usedom ist eine spontane Reise unbedingt wert. Dabei sollte jedoch bedacht werden, dass manche, besonders eindrucksvolle Witterungsepisoden nur von kurzer Dauer sind. Erst ein stabiles Hochdruckgebiet mit Temperaturen von unter -5°C verheißt die gezeigten Eindrücke und lohnt eine längere Anreise.

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